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SM 05-2006
 
 
 Design sollte Mehrwert bringen. Dieses Credo von Hartmut Esslinger wurde bei den Töpfen der «magic-line»-Serie von Fissler beispielhaft umgesetzt: Flüssigkeiten können durch die Ausbuchtungen am Rand leicht abgegossen werden.<br>
Design sollte Mehrwert bringen. Dieses Credo von Hartmut Esslinger wurde bei den Töpfen der «magic-line»-Serie von Fissler beispielhaft umgesetzt: Flüssigkeiten können durch die Ausbuchtungen am Rand leicht abgegossen werden.
Foto: Conny Winter
 Eine runde Sache ist dieser Eierkocher, den frog design für die AEG kreiert hat.<br>
Eine runde Sache ist dieser Eierkocher, den frog design für die AEG kreiert hat.
Foto: Peter Hensel
 Auf die Funktion reduziert und trotzdem formschön: Die frog design-Küchenwaage für das israelische Unternehmen Keter.<br>
Auf die Funktion reduziert und trotzdem formschön: Die frog design-Küchenwaage für das israelische Unternehmen Keter.
Foto: Peter Hensel
 Zeitlos ansprechendes Design zeichnet die Kaffeemaschine mit Intervall-Brühsystem von Melitta aus. Frog design gestaltete sie Ende der 80er Jahre.<br>
Zeitlos ansprechendes Design zeichnet die Kaffeemaschine mit Intervall-Brühsystem von Melitta aus. Frog design gestaltete sie Ende der 80er Jahre.
 Vom Baum der Design-Erkenntnis naschte Alessi. Das italienische Unternehmen ließ sich 1990 das Tablett «Faro» von frog design kreieren.<br>
Vom Baum der Design-Erkenntnis naschte Alessi. Das italienische Unternehmen ließ sich 1990 das Tablett «Faro» von frog design kreieren.
 Das Problem des letzten Happens auf dem Teller, der meist verstohlen mit Hilfe der Finger gegriffen wird, hat frog design schon 1992 mit seinem Geschirr «Avenue» für Rosenthal gelöst: Die Teller sind leicht abgeschrägt. Diese «Schräge» tritt auch als Gestaltungselement bei den anderen Teilen der Form auf.<br>
Das Problem des letzten Happens auf dem Teller, der meist verstohlen mit Hilfe der Finger gegriffen wird, hat frog design schon 1992 mit seinem Geschirr «Avenue» für Rosenthal gelöst: Die Teller sind leicht abgeschrägt. Diese «Schräge» tritt auch als Gestaltungselement bei den anderen Teilen der Form auf.

FROG DESIGN

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Auch wenn Hartmut Esslinger findet, dass die Namen einzelner Designer, die ein Produkt entwickeln, in der Öffentlichkeit prinzipiell tabu sind, konzentrieren wir uns jetzt mal ganz auf ihn. Denn schließlich ist er es, der die Teamarbeit bei frog design von Anfang an in den Mittelpunkt gestellt hat. Als die heute weltweit operierende Designschmiede – sie beschäftigt 200 Menschen in fünf Studios in Kalifornien, Texas, New York und Herrenberg, der kreativen Keimzelle in Deutschland – 1982 gegründet wurde, hatte sich Esslinger längst als Design-Visionär einen Namen gemacht. Der 1944 geborene Gestalter, der noch während seines Studiums zum Industriedesigner an der heutigen Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd zusammen seine eigene Firma ins Leben rief, landete als Student im vierten Semester seinen ersten großen Coup: Sein Fernseher, den er für den deutschen Hersteller Wega entwickelt hatte, wurde zur Sensation auf der Berliner Funkausstellung 1971. Er wirkte mit seinen weichen Rundungen stilprägend. Endgültig in die internationale Ruhmeshalle des Designs gelangte Esslinger und frog design mit dem Computer, den sie Anfang der 80er Jahre für Apple gestalteten. Statt der bis dato gebräuchlichen beigefarbenen Klötze hatte er ein schwerelos wirkendes weißes Gehäuse – was ihm schnell den Kosenamen «Snow white», Schneewittchen, einbrachte. Gleich am ersten Tag verkaufte sich das Gerät über 50000 Mal. frog design (der Name steht für die Initialen der Bundesrepublik Deutschland – Federal Republic of Germany – und ist gleichzeitig eine Anspielung auf die Froschteiche im Schwarzwald) bekam einen Zwei-Millionen-Dollar-Jahresvertrag und eröffnete ein Studio in den USA. Seitdem haben die Frösche natürlich nicht nur Äpfel, sprich Computerdesign, gemacht. Töpfe, Kaffeemaschinen, Duschköpfe, Rollerskates, Sonnenbrillen, Geschirr, medizinische Geräte und Telefone hat frog design gestaltet, aber auch das aktuelle Erscheinungsbild der Lufthansa – von der Ausschilderung am Flughafen über das Innere der Flugzeuge bis hin zum Besteck.


 
 
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