stil & markt
10/2011

Bei Walther-Glas in Bad Driburg/Siebenstern wird auch in Zukunft weiter produziert.
Neustart nach der Insolvenz
Zurück
Mitte September gab es gute Nachrichten von Walther-Glas. Mit Otakar Motka fand sich ein Investor, der den Standort in Bad Driburg/Siebenstern erhalten und dort weiter produzieren will.
Die neue Walther-Glas Deutschland GmbH, wie das Unternehmen in Zukunft firmiert, gehört jetzt zum Firmenverbund von Bohemia Cristal in Selb und Kavalierglass in Tschechien, dessen Inhaber Motka seit 2009 ist. Walther-Glas Deutschland wird als eigenständige Tochter agieren, der Handel wird weiter in Bad Driburg ordern können. Der neue Inhaber Motka wird übergangsweise auch als Geschäftsführer fungieren. Das immense Know-how der Belegschaft gab der Tscheche als einen Grund für sein Engagement an.
Rund 200 der ehemals 350 Mitarbeiter durften nach dem Neustart bleiben. Das Sortiment wird um 30 % bis 40 % gestrafft, produziert wird vorerst nur mit einer Glaswanne. «Bei entsprechend positiver Ertragsentwicklung», erklärt die Walther-Glas-Marketingbeauftragte Petra Rathmann, «ist auch eine Ausweitung auf zwei Wannen denkbar.»
Auf jeden Fall sollen wieder mehr Neuheiten in Bad Driburg entwickelt werden, das habe man in den letzten Jahren aufgrund der schwierigen Situation vernachlässigt. An neuen Konzepten und Sortimenten werde bereits gearbeitet. Durch Nutzung von Synergien im neuen Firmenverbund, vor allem im Vertrieb, wolle man die Marktposition ausbauen. Der Messeauftritt auf der nächsten Ambiente ist schon fest geplant - ob mit einem gemeinsamen Stand mit Bohemia Cristal wird aber erst entschieden.
© 2012 MEISENBACH GMBH - VERLAG
