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10/2011
 
 
 Farbenfrohe Serien wie diese wurden in der jetzt insolventen Keramischen Fertigungsstätte Brachttal für die Marke Waechtersbacher gefertigt.<br>
Farbenfrohe Serien wie diese wurden in der jetzt insolventen Keramischen Fertigungsstätte Brachttal für die Marke Waechtersbacher gefertigt.
Die Branche im Blick

In Brachttal ruhen die Maschinen

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Anfang September musste die Keramische Fertigungsstätte Brachttal GmbH (KFB), eine von mehreren Produktionsstandorten der Marke Waechtersbacher, Insolvenz anmelden - die vorerst letzte Phase einer nicht immer spannungsfreien Beziehung mit der Könitz Gruppe, die vor rund fünf Jahren die KFB kaufte.

Mit dem Verkauf gingen die Immobilie, die Maschinen und die Markenrechte an den Investor über. In der Folge wurde die KFB zum reinen Produktionsstandort. Für die Marke Waechtersbacher bedeutet die Insolvenz deshalb aber nicht das Aus. Könitz-Geschäftsführer Turpin Rosenthal sagte gegenüber stil & markt, dass lediglich gewisse Sortimente, die dort gefertigt werden, auslaufen werden. Was die Marke betrifft, wolle man neue Konzepte umsetzen, wie etwa dekorative Themen auf unifarbenen Produkten. Bei einem Händlerevent, der im September beim ebenfalls zur Könitz Gruppe gehörenden Unternehmen Weimar Porzellan stattfand, wurden einige der geplanten Neuheiten vorgestellt (siehe auch Seite xy dieser Ausgabe).
In Brachttal ruht derzeit die Produktion. Wie die Kanzlei Kübler, aus deren Reihen das zuständige Amtsgericht Hanau den Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Franz-Ludwig Danko zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte, mitteilt, werde derzeit mit Rosenthal um eine Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes verhandelt. Alles hänge davon ab, ob die Könitz Gruppe der KFB einen Produktionsauftrag gibt. Der Insolvenzverwalter hat ein Angebot dafür abgegeben.
Die Brachttaler sind nach Kündigung wichtiger Verträge durch Könitz nicht mehr berechtigt, die Immobilie, die Maschinen oder die Marke Waechtersbacher zu nutzen. Die rund 75 Beschäftigten mussten Anfang September ihren Arbeitsplatz verlassen. Bei Redaktionsschluss war der Ausgang der Gespräche noch offen. Wie Turpin Rosenthal stil & markt-Chefredakteurin Sabine Stenzel mitteilte, kann er sich durchaus vorstellen, den Standort zu erhalten.


 
 
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